Praxis Harmonie in Nürnberg
Praxis Harmonie in Nürnberg

Stimmprobleme

Wenn Sie häufig heiser sind, Ihre Stimme schnell ermüdet, Sie im Hals ein Kratzen oder einen Druck verspüren, dann können das Anzeichen für eine Stimmstörung (Dysphonie) sein.

Stimmstörungen können entstehen, wenn Sie Ihre Stimme dauerhaft falsch einsetzen oder zu stark belasten. Weitere Gründe sind z.B. ein falsches Atemmuster oder psychische Belastung, aber auch organische Schäden nach Schilddrüsenoperationen oder Intubationen.

Unser Ziel ist, dass Sie den physiologischen Einsatz von Atmung, Haltung und Bewegung wieder finden und Ihre Stimme so optimal unterstützen können. Stimmtherapie ist meistens mit Bewegung verbunden! Daher ist bequeme Kleidung von Vorteil. Wir wählen individuell für Sie abgestimmte Übungen aus. Dabei nützen wir unsere eigene Erfahrung, die Methode Schlaffhorst-Andersen, Übungen aus dem Funktionalen Stimmtraining und Techniken der Manuellen Stimmtherapie.

Sprachstörungen

Wenn Ihre Angehörigen nach einem Schlaganfall nicht mehr die passenden Worte finden oder die Sätze beim Sprechen verdreht werden, leiden sie wahrscheinlich an einer Aphasie.

Durch den Schlaganfall wurde im Gehirn das Sprachzentrum gestört, sodass Sprache nicht mehr wie vorher verarbeitet werden kann. Dies kann sich auf das Verstehen von Sprache, aber auch auf das Srpechen, Lesen und Schreiben von Wörtern und Sätzen auswirken.

Ziel der Therapie ist es, dass die Betroffenen Wörter und Sätze wieder besser sprechen, lesen, schreiben und verstehen können. In der Aphasietherapie kommen die unterschiedlichsten Methoden, wie zum Beispiel Modak oder PACE zum Einsatz. Für jeden Patienten wird die Methode gewählt, die am effektivsten zum gewünschten Erfolg führt. Durch die Behandlung soll der Alltag der Patienten, beispielsweise das Einkaufen oder der Kontakt mit Familie und Freunden, bestmöglich gemeistert werden.

Sprech- und Atemprobleme

Wenn Sie am Telefon oder bei Gesprächen schlecht verstanden werden oder das Gefühl haben, die Luft würde nicht mehr reichen, und die Ursache dafür eine neurologische Erkrankung ist, haben Sie eine sogenannte Dysarthrie.

Bei dieser Erkrankung wurden Muskeln und Nerven geschädigt, sodass die Sprech- und Atemfunktionen nicht mehr einwandfrei funktionieren können. Die Stimme wird leiser und das Sprechen undeutlicher, auch die Luft scheint nicht mehr zu reichen.

Durch die Therapie sollen die vorhandenen Möglichkeiten optimal genutzt werden, sodass Sie in Ihrem Alltag wieder verstanden werden. Zudem führen wir in unserer Therapie Kräftigungsübungen durch, damit die Muskelfunktion aufgebaut werden kann beziehungsweise erhalten bleibt.

Bei der Behandlung von Dysarthrie bei Morbus Parkinson wird bei uns die Behandlung LSVT eingesetzt.

Schluckstörungen

Nach einem Schlaganfall oder bei anderen neurologischen Erkrankungen ist es möglich, dass Sie nicht mehr essen und trinken können. Das Essen rutscht nicht mehr richtig, Sie müssen vermehrt husten oder sind ständig verschleimt und haben immer wieder Probleme mit den Bronchien.

Hier sind durch die Erkrankung Muskeln und Nerven, die für die Schluckfunktion zuständig sind, geschädigt worden. So ist der sonst automatisch ablaufende Schluckprozess derart gestört, dass Nahrung oder Speichel in den Kehlkopf oder auch in die Lunge eindringt und dort Entzündungen hervorruft. Manchmal geschieht dieser Vorgang, ohne dass er von außen bemerkt wird, weil es zu keinem Hustenstoß kommt. Im Anschluss kommt es immer wieder zu Fieber.

Durch die logopädische Behandlung soll das Essen und Trinken wieder möglich gemacht werden. Durch spezielle Schlucktechniken und Übungen soll der Schluckvorgang so beeinflusst werden, dass die Nahrung ausschließlich in die Speiseröhre geschluckt wird. Manchmal muss die Nahrung auch vorher zerkleinert oder das Getränk angedickt werden, um besser aufgenommen werden zu können.

Störungen des Redeflusses

Es gibt viele Ausdrucksformen von Sprechunflüssigkeiten, aber die Betroffenen machen meist ähnliche Erfahrungen mit ihren Symptomen und ihrer Umgebung. Hängenbleiben, wiederholen von Silben, auffällige Bewegungen im Gesicht sind zum Beispiel Symptome des Stotterns. Das Verschlucken von Wortteilen und das schnelle und unverständliche Sprechen können Anzeichen für eine Redeflussstörung, das Poltern, sein.

Stottern und Poltern werden beide zu Störungen des Redeflusses gezählt, unterscheiden sich aber in mehreren Punkten und werden daher anders behandelt. Die genauen Ursachen dieser Erkrankungen sind bis heute nicht bekannt.

Beide Therapieformen verfolgen das Ziel, dass Sie in Ihrem Alltag besser verstanden werden und Ihr Sprechen bewusst beeinflussen können.

Artikulationsstörungen

Wenn beim Sprechen die Zunge immer wieder zwischen den Zähnen durchrutscht oder das SCH ungewöhnlich klingt, liegt eine sogenannte Artikulationsstörung vor. Meist wird schon im Kindesalter die Behandlung einer Artikulationsstörung angestrebt. Manche Artikulationsstörungen können sich trotzdem hartnäckig bis ins Erwachsenenalter halten.

In der logopädischen Behandlung lernen Sie stufenweise Ihrem Stand individuell angepasst, Ihr Sprechen so zu verändern, dass ihre Aussprache dem deutschen Standard entspricht oder möglichst nah kommt.

 

Verbesserung der Aussprache bei Dialekt:

Bei fast allen Menschen hört man am dialektalen Einschlag, in welcher Gegend sie aufgewachsen sind. Die dialektale Färbung gibt uns eine individuelle und originelle Note, wirkt oft sympathisch und ehrlich. In manchen Kontexten und bei zu starker Ausprägung kann der Diakekt auch störend wirken. Wir zeigen Ihnen, welche Ihrer Laute sich besonders von der Standardaussprache unterscheiden, üben die Bildung von Standardlauten und helfen Ihnen, bei formalen Anlässen diplomatischer auftreten zu können.

Hierbei handelt sich hier um Unterricht und nicht um Therapie.

Orofaziale Muskelfunktionsstörung

Diese Diagnose wird meist bei Jugendlichen und Kindern gestellt, die in kieferorthopädischer Behandlung sind. Bei dieser Störungen drückt die Zunge beim Schlucken nicht nach oben an den Kiefer, sondern an die Zähne, sodass diese verschoben werden. Eine Zahnspange schiebt die Zähne in die korrekte Lage. Besteht aber das fehlerhafte Schluckmuster weiterhin, werden die Zähne durch den Zungendruck wieder in eine andere Lage verschoben.

Durch die Behandlung wird die Muskulatur der Zunge gekräftigt und das korrekte Schluckmuster eingeübt. Ziel ist es, das korrekte Schlucken dauerhaft zu erlernen, sodass die Zähne nach Entfernung der Zahnspange in ihrer Ausgangslage verbleiben.