Hier erhalten Sie ein Lexikon zu Themengebieten unserer Arbeit mit entsprechenden Erklärungen, z.B. Therapiemethoden oder Fachbegriffe.

Diese Seite befindet sich im Aufbau.
Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie Fragen haben.

Klinische Lerntherapie für Kinder mit Lese-, Rechtschreib- und Rechenschwächen

Kinder benötigen Konzentration, Aufmerksamkeit und eine gute Verknüpfung aller Sinne, damit sie erfolgreich lernen können. In der Klinischen Lerntherapie werden die grundlegenden Fähigkeiten für Lesen, Schreiben und Rechnen trainiert. Dabei entdeckt Ihr Kind, dass es selbständig und mit Freude lernen kann. Im Anschluss erarbeitet die Therapeutin mit Ihrem Kind individuelle Lernstrategien, Routinen im Lesen und Schreiben und die Automatisierung von Rechenfertigkeiten. Dadurch findet Ihr Kind auch durch schulische Erfolge Bestätigung.

Warum schaffen wir es auch mit Nachhilfe nicht?

Ein Kind lernt dann, wenn es das Wissensangebot aus der Schule mit seinen Lebenserfahrungen verknüpfen kann.  Nachhilfe setzt dann ein, wenn es nicht mehr weitergeht; dabei werden oft „Eselsbrücken“ oder andere Hilfen angeboten, die aber das grundlegende Problem, die mangelnde Vernetzung im Gehirn, nicht lösen.
Das Ziel der Klinische Lerntherapie ist, ein Netzwerk aufzubauen, in das sich neue Lerninhalte einfügen können - genau wie es nach dem Stand der aktuellen neurologischen Forschung sinnvoll und wirksam ist.  Nur mit dieser Voraussetzung  kann Ihr Kind in Zukunft motiviert und eigenverantwortlich  Bildungsangebote wahrnehmen.

Die Klinische Lerntherapie basiert auf aktuellen neurologischen Erkenntnissen. Dafür ausgebildet ist Frau Borczyk, Logopädin und Klinische Lerntherapeutin (KiLT).
Sie beantwortet Ihnen gern weitere Fragen telefonisch oder per e-mail a.borczyk@praxis-harmonie.de .

Lidcombe-Programm

Ein Therapiekonzept zur Behandlung frühkindlichen Stotterns



Das Lidcombe-Programm wurde in den letzten 10 Jahren in Zusammenarbeit von wissenschaftlichen Mitarbeitern und klinischen Therapeuten in Lidcombe, einem westlichen Stadtteil von Sydney, entwickelt. Sowohl in Australien als auch in Kanada und in den USA ist dieses Therapiekonzept bereits weiter verbreitet. Erst vor einigen Jahren übertrug Frau Dr. Lattermann (Logopädin) das Therapiekonzept ins Deutsche. Aus diesem Grund ist dieses Therapiekonzept im deutschen Sprachraum noch nicht so bekannt. Es ist besonders geeignet für kleine Kinder, dass heißt, dass eine frühe Intervention möglich ist und nicht abgewartet wird, bis das Kind 4 oder 5 Jahre alt ist.


Während der wöchentlichen logopädischen Behandlung lernen die Eltern, wie sie dieses Behandlungskonzept mit ihrem Kind zuhause durchführen. In dieser gemeinsamen Therapiestunde demonstriert die Therapeutin mit dem Kind die jeweiligen Behandlungselemente, leitet die Eltern für die Übungen in der folgenden Woche an und supervidiert die bereits absolvierten Übungen. Die Elternarbeit ist der Hauptbestandteil der Therapie, da gewährleistet sein muss, dass die Behandlung adäquat durchgeführt wird und sowohl für die Eltern als auch für das Kind positiv verläuft. Wichtig für den Erfolg dieses Programms ist, dass die Eltern die Übungen regelmäßig zuhause durchführen.


Das Lidcombe-Programm ist kein stereotypes Programm, das immer nach dem gleichen Muster angewendet werden kann. Die Individualität des Kindes und der Bezugspersonen wird von der anleitenden Therapeutin immer berücksichtigt. Aus diesem Grund ist es möglich, dass die Art, wie die Bestandteile des Programms von einzelnen Familien eingesetzt werden, sich voneinander unterscheiden.

Das Lidcombe-Programm wird in der Praxis Harmonie von Frau Borczyk angeleitet.

Sollten Sie noch Fragen zu dieser Therapieform haben, können Sie uns gerne kontaktieren.

Sensorische Integration

...ist ein Hauptbestandteil der normalen Entwicklung. Hier findet die Aufnahme, Einsortierung und Deutung aller Infos im Gehirn und deren Umsetzung in sinnvolle Handlungen im Alltag statt.

 

Als Therapie ermöglicht sie die Nachreifung des Nervensystems bei sensomotorischen Entwicklungsrückständen, z.B. in der Körpereigenwahrnehmung und in der Fremdwahrnehmung, in der Handlungsfähigkeit und in der Aufmerksamkeit. Im Tastsystem und im Gleichgewichtssystem können Über- oder Unterempfindlichkeiten bestehen.

 

In der Therapie sind die Angebote an Sinnesinformationen für das Kind speziell auf einen vorangegangenen Befund abstimmt.

 

Wichtig ist es, die unterstützenden, vom Therapeuten empfohlenen Anweisungen zuhause umzusetzen.

Verhaltenstherapie (VT) bei Kindern und Jugendlichen nach Dr. Jansen

... ist eine Therapiemethode, die bei uns in der ergotherapeutischen Behandlung von Kindern zum Einsatz kommt.

Durch diese Methode können Kinder und ihre Familien innerhalb einer begrenzten Zeit effektive Hilfe in Form von Gesprächen, Anleitung und praktischer Durchführung erhalten.

Intensive Elternarbeit ist immer besonders wichtig und erfolgreich.

 

In der Praxis handelt es sich im Besonderen um Folgendes:

  • Umgehen mit Machtkämpfen und passivem Widerstand

  • täglicher Umgang (in Ruhe und Entspanntheit, in Gesprächen mit einem positiven Ziel) mit dem Kind

  • positive Selbststeuerung und Motivation (positive Einstellung zu sich selbst zu fördern)

  • effektives Lernen, selbständiges Arbeiten und

  • erfolgreiches soziales Lernen vor allem bei sozialer Unsicherheit

 

Die Verhaltenstherapie ist u.a. auch hervorragend kombinierbar mit der Sensorischen Integrationstherapie.

Sie hilft bei Lernprozessen auf allen Ebenen (kognitiv, emotional und körperlich).

Der Mensch lernt durch Ziele, sich selbst zu steuern.

Ebenso wird das evolutionäre Muster von Zuwendung und Aufmerksamkeit als Brücke beim Aufbau einer guten Steuerung im Lern- und Leistungsbereich eingesetzt (anfangs lernt ein Kind, weil die Mutter sich freut und das Kind lobt: dies ist die evolutionäre Brücke).

 

Besonders wichtig ist auch, Kinder anzunehmen, sich Zeit nehmen und dabei zu sitzen und Beziehung schaffen anstatt: „was hast du heute schon geleistet und gelernt“.

 

Es ist wichtig, sich und sein Kind nicht mit anderen zu vergleichen.

Eltern und Lehrer müssen den momentanen Leistungsstand und die Selbststeuerung des Kindes, seine Lernbereitschaft, loben. Durch Außensteuerung (Eltern, Lehrer, Erzieher, Therapeuten) ist die Eigensteuerung oder Innensteuerung des Kindes möglich. Eigensteuerung ohne Außensteuerung ist das Ziel. Nichtmotivierte Kinder vergessen sehr viel und machen dann noch mehr Fehler. Hier ist Elternarbeit wichtig. Teilleistungsstörungen und schwierige Interaktionsmuster der Eltern erschweren die Lernproblematik zusätzlich. Der Kern des Lernens ist letztendlich die positive Selbststeuerung des Kindes.

 

 

Dies setzt Wissen über die Gesetzmäßigkeiten des Lernens und ihre günstige Anwendung voraus, d. h. vom mächtigen bewußten und unbewußten Einfluß der Erziehenden auf die Kinder

  • auf den Gebieten der frühen Förderung von entwicklungsverzögerten Kindern

  • in der Schule

  • und insgesamt in der Entwicklung der Persönlichkeit

  • und in vielen anderen Bereichen.

 

 

In der modernen Verhaltenstherapie gilt besonders: Vorbeugen ist besser als Heilen.

In der Praxis arbeiten wir nach diesen Prinzipien.